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Forschung

Arbeitsgruppen

 

Funktionelle Anatomie des Autonomen Nervensystems

Der Schwerpunkt liegt hier auf Untersuchungen zur Innervation des Magen-Darmtrakts. Beim Studium der Innervation des Ösophagus stehen die enterische Co-Innervation der motorischen Endplatten (AG Wörl) und die IntraGanglionärenLaminärenEndigungen (IGLEs; AG RaabE-Mai) im Vordergrund. In letzter Zeit kamen, entstanden aus Untersuchungen zur Entwicklung der motorischen Innervation, noch entwicklungsbiologische Aspekte der quergestreiften Ösophagusmuskulatur selbst hinzu (AG Wörl). Die Untersuchungen werden an Ratten und Mäusen unter Verwendung von Immunzytochemie, neuronalem Tracing, konfokaler Laserscanning-Mikroskopie und Elektrophysiologie (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Physiologie und Pathophysiologie) durchgeführt.

Beim Enterischen Nervensystem (AG Brehmer) selbst ist das Ziel, eine konsistente morphologisch-chemische Phänotypisierung enterischer Neurone bei größeren Säugerspezies, insbesondere beim Menschen, zu erarbeiten, die als Grundlage für eine neurogastroenterologische Histopathologie dienen kann. Kernstück ist die Charakterisierung enterischer Neuronentypen vornehmlich aufgrund ihrer durch Neurofilament-Immunhistochemie dargestellten Dendritengeometrie und des damit korrelierenden transmitterchemischen Codes. Mittels neuronalem Tracing sollen diese Neuronentypen spezifischen Innervationsterritorien in der Darmwand zugeordnet werden. In letzter Zeit wurden diese Studien auf bestimmte neurogastroeneterologische Pathologien (z.B. M. Chagas) ausgedehnt.

Die Aderhaut des Auges beherbergt eine große Zahl intrinsischer Nervenzellen, deren anatomischer Zusammenhang und Funktion noch weitgehend unbekannt sind. Diese Intrinsischen Choroidalen Neurone werden vor allem am Modell des Vogelauges mit Immunzytochemie und neuronalem Tracing morphologisch-chemisch und hinsichtlich ihrer Verbindungen charakterisiert (AG Schrödl, jetzt Paracelsus-Universität Salzburg).

Neuro-Immunmodulation in inneren Organen

Die Beeinflussung von Entzündungsvorgängen durch das autonome Nervensystem wurde in Zusammenarbeit des Lehrstuhldirektors mit dem Institut für Pharmakologie und Toxikologie am Beispiel einer experimentell induzierten Hepatitis bei der Maus untersucht. Zur Zeit wird die Thematik der Neuro-Immunmodulation im Colon und in der Niere in Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen am Institut für Physiologie und Pathophysiologie sowie der Medizinischen Kliniken 1 und 4 studiert.

Zellbiologie von Tumor-Suppressor-Genen

Das Neurofibromatose-Gen Typ 2 (NF-2) ist ein Tumor-Suppressor-Gen, dessen Verlust zu einem Tumor des VIII. Hirnnerven, dem Akustikus-Neurinom führt. Seinem Genprodukt, dem Protein Merlin, wurde bisher als wesentliche Funktion die Verankerung des Zytoskeletts an der Zellmembran zugeschrieben. Allerdings konnten Splice-Varianten entdeckt werden, die auch intrazytoplasmatisch und intranukleär lokalisiert sind. Die molekularen Mechanismen, die über die verschiedenen Lokalisationen entscheiden, werden mit morphologischen und zellbiologischen Methoden studiert (AG Kressel).